Ich bin ein Kind der 80er und hatte damals eigentlich von allem etwas. Angefangen hat es mit Playmobil, vor allem Western und Space. Irgendwann kamen dann Masters of the Universe dazu. Davon hatte ich tatsächlich ziemlich viel und habe auch extrem intensiv damit gespielt.
LEGO war natürlich ebenfalls ein großes Thema. Warum auch immer, bin ich damals bei LEGO City gelandet und dem Thema auch treu geblieben. Ich habe sogar schon bewusst nach Sets geschaut, die eher selten oder schwer zu bekommen waren, und sie mir dann gewünscht. Musste gerade extra Google bemühen, um die Setnummer wiederzufinden: 6391. Auf das Set war ich damals richtig stolz, weil es zu der Zeit kaum noch zu bekommen war.
Mein LEGO lag allerdings meistens in großen Kisten, die Anleitungen waren ordentlich abgeheftet. Wenn mich dann die Baulust gepackt hat, wurden die Kisten im Kinderzimmer ausgekippt und es wurde eine Woche lang gebaut, bis alles wieder eingeräumt wurde.
Im Teenageralter war das Interesse dann irgendwann weg und meine Eltern haben den großen blauen Müllsack voller LEGO mit meinem Einverständnis an Freunde verschenkt.
Danach kamen erst mal sehr lange Dark Ages.
Als unser erstes Kind unterwegs war, waren meine Frau und ich in Bünde in einem kleinen Laden für selbstgenähte Babykleidung. Der Laden war zweigeteilt und auf der anderen Seite hatte Axel von Hall of Bricks sein kleines Lädchen. Wir kannten uns noch von früher, aus der Schule und vom Skaten.
Tja, und dort endeten dann ungefähr 2017 meine Dark Ages. Axel verkaufte mir relativ günstig die UCS Slave I und damit war ich wieder angefixt. Es folgte eine Phase mit LEGO Star Wars, die allerdings irgendwann auch wieder abebbte.
Während Corona entdeckte ich dann die Masters-of-the-Universe-Reihe von Mega Construx. Und da war es endgültig um mich geschehen. Die perfekte Kombination aus Klemmbausteinen und Masters of the Universe – im Grunde genau das, wovon ich als Kind nur hätte träumen können.
Mittlerweile steht hier nahezu die komplette Serie, bis auf eine einzige Figur. Und obwohl das inzwischen natürlich auch eine Sammlung ist, dürfen meine Kids immer mal wieder damit spielen.
Ansonsten baue ich heute gerne gemeinsam mit meinen Kindern. Wobei meine Große nie so richtig großes Interesse daran entwickelt hat. Ganz anders der Jüngere: Der sitzt gefühlt ständig an seinem Bautisch. Mal baut er Sets nach Anleitung, mal wird einfach wild drauflosgeklemmt.
Der größte Unterschied zu früher? Damals stand für mich das Spielen im Vordergrund, heute ist es eher das Bauen und Sammeln. Und irgendwie ist es auch schön, das Hobby inzwischen mit den eigenen Kindern teilen zu können.
